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Kunst/Kunsthandwerk · Gemälde

Inventarnummer: K/258/2000

Abbildung

Gemälde

Vermeyen, Jan Cornelisz (zugeschrieben) (Maler)
1548
Brüssel
Kunsthandlung Franke, Leipzig (Herkunfts-/Gebrauchsort)
Öl auf Holz
H: 91 cm
B: 113 cm

Beschreibung

Der ehem. Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen (1503-1554) in der Gefangenschaft beim Schachspiel mit einem spanischen Bewacher.

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GOS-Nr. gm000225

Ständige Ausstellung im Alten Rathaus
1. Etage: Leipzig original

Katalogtext

Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen (1503-1554) in der Gefangenschaft beim Schachspiel mit einem spanischen Bewacher

Jan Cornelisz Vermeyen (1500-1559) (zugeschrieben)

Brüssel 1548

Öl auf Holz

91 x 113 cm

Inv.-Nr.: K/258/2000

Im Dezember 1531 schlossen sich die protestantischen Fürsten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gegen Kaiser Karl V. (1500-1558) im Schmalkaldischen Bund zusammen und erneuerten diese Allianz am 24. Dezember 1535 auf weitere zehn Jahre. Zu Bundeshauptleuten wurden der sächsische Kurfürst Johann Friedrich und Landgraf Philipp von Hessen bestimmt. Deren Differenzen ließen den 1546 ausgebrochenen Schmalkaldischen Krieg für den Bund wenig günstig verlaufen. Als der vom Kaiser mit der Durchführung der Reichsacht beauftragte Herzog Moritz von Sachsen (1521-1553) in kursächsisches Gebiet einfiel, sah sich Johann Friedrich I. gezwungen, vom fränkischen Kriegsschauplatz zurückzukehren und sich der Rückeroberung seiner Erblande zuzuwenden. Vom 5. bis zum 27. Januar 1547 belagerte er vergeblich die von Herzog Moritz stark befestigte Stadt Leipzig. Von diesem unterstützt, besiegte Karl V. am 24. April 1547 bei Mühlberg den Kurfürsten von Sachsen, nahm ihn gefangen und übertrug die Kurwürde auf den Albertiner. Auf der Durchreise nach Dresden wurde Johann Friedrich I. am 20. April 1547 unter starker Bewachung vorübergehend auf der Pleißenburg einquartiert.

Der Überlieferung nach soll er sich nach seiner Verurteilung zum Tode ungerührt zum Schachspiel mit seinem Mitgefangenen Herzog Ernst von Lüneburg niedergelassen haben. Das Urteil wurde wenig später in lebenslange Haft abgemildert, von der Johann Friedrich allerdings nur fünf Jahre verbüßen musste. Vermeyen ersetzt in dem ihm zugeschriebenen Gemälde die Person des Lüneburger Herzogs durch einen spanischen Wachoffizier.

Steffen Poser, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Lit.: Gotteswort und Menschenbild 1994, S. 57 (zum Vergleichsstück des Gemäldes im Museum Schloss Friedenstein in Gotha); Glaube

Macht 2004 (zum Konflikt zwischen Herzog Moritz und Kurfürst Johann Friedrich I.).

English

Elector Johann Friedrich of Saxony was taken prisoner by the imperial troops after the battle at Mühlberg in 1547 also lost the title of elector on account of this defeat.

Ausstellungsthema

Krieg und Frieden 1500 - 1813
Das streitbare Leipzig

>> Weitere Objekte

Darstellung

Schachspiel

Erwähnung / Bezug

Johann Friedrich der Großmütige (Abgebildete Person)
1547 (Dargestellte Zeit)

Leihanfragen

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