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Kunst/Kunsthandwerk · Gemälde

Inventarnummer: XXII/48

Abbildung

Gemälde · Porträt

Haussmann, Elias Gottlob (Maler)
1746
Leipzig
Öl
Leinwand
78 x 61 cm
98 x 82 cm (mit Rahmen)

Beschreibung

Porträt Bach, Johann Sebastian. Das Gemälde zeigt den 61-jährigen Thomaskantor als lebensgroße Halbfigur in einer - wie zur Barockzeit allgemein üblich - offiziellen Pose: mit formeller, bürgerlicher Kleidung, ernster Miene und weiß gepuderter Perücke.
Porträt Johann Sebastian Bachs. offizielle Pose: mit formeller, bürgerlicher Kleidung, ernster Miene und weiß gepuderter Perücke. In der Hand ein Notenblatt (Rätselkanon)

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GOS-Nr. gm000043

Ständige Ausstellung im Alten Rathaus
1. Etage: Leipzig original

Katalogtext

Johann Sebastian Bach

Elias Gottlob Haussmann (1695-1774)

Leipzig 1746

Öl auf Leinwand

78 x 61 cm

98 x 82 (mit Rahmen)

bez. auf der Rückseite: E G Haussmann, pinxit. 1746

Inv.-Nr.: XXII/48

Dieses bekannteste aller Bach-Porträts ist das einzige überlieferte Originalbild des Komponisten und wurde vom Leipziger Rats- und sächsischen Hofmaler Elias Gottlob Haussmann gemalt. Es entstand vier Jahre vor Bachs Tod. Eine zweite, von Haussmann gefertigte, gut erhaltene Replik befindet sich im Besitz von William H. Scheide (Princeton/New Jersey, USA). Sie stammt von 1748.

Die Entstehung des Gemäldes wird von der Bachforschung in Zusammenhang mit Bachs 1747 erfolgtem Eintritt in die von Lorenz Christoph Mizler gegründete Correspondirende Societät der musikalischen Wissenschaften gebracht, gesichert ist dieser Zusammenhang jedoch nicht. Die Satzung der Gesellschaft forderte von den neuen Mitgliedern die Vorlage eines auf Leinwand gemalten Bildes. Außerdem wurden in unregelmäßigen Abständen Zirkular-Pakete mit theoretischen und praktischen Beiträgen - eigenen oder selbst ausgewählten - versendet. Bach beteiligte sich an dieser Form des Austauschs und verschickte u. a. sein Orgelwerk Einige Canonische Veraenderungen über das Weihnachts-Lied: Vom Himmel hoch da komm ich her [BWV 769. 769 a] sowie einen Dreifachen Kanon für sechs Stimmen [BWV 1076]. Dieser Canon triplex à 6 Voc.[ibus] ist auf dem Haussmannschen Porträt abgebildet, er wird dem Betrachter auf einem Notenblatt entgegengehalten und weist Bach als gelehrten Kontrapunktiker aus. Denn hinter dem dreifachen Rätselkanon verbirgt sich ein komplexer musikalischer Inhalt, der selbst für den Experten nicht leicht zu erschließen ist.

Das Gemälde zeigt den 61-jährigen Thomaskantor als lebensgroße Halbfigur in einer - wie zur Barockzeit allgemein üblich - offiziellen Pose: mit formeller, bürgerlicher Kleidung, ernster Miene und weiß gepuderter Perücke. Leider hat das Porträt im Lauf der Zeit gelitten; mehrere Restaurierungsversuche und Übermalungen brachten keine Verbesserung des Zustands, so dass die sehr gut erhaltene Zweitfassung von 1748 heute als die von den Gesichtszügen her authentischere gilt.

Kerstin Sieblist, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Lit.: Kurzwelly 1912, S. 6; Sigismund 1950; Besseler 1956; Jahn 1959; Neumann 1979, Raupach 1983; Lüddemann 2003.

Ausstellungsthema

Johann Sebastian Bach in Leipzig

>> Weitere Objekte

Schlagwort

Kirchenmusik

Darstellung

Notenblatt

Erwähnung / Bezug

Bach, Johann Sebastian (Abgebildete Person)

Leihanfragen

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