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Kunst/Kunsthandwerk · Kunsthandwerkliche Sondersammlungen · Metall

Inventarnummer: Me 288

Abbildung

Ring

1525
Gold
Rubin
D 1,9 cm

Beschreibung

Goldener Ring, filigran und aufwändig gearbeitet, mit einem Rubin. Er besteht aus einem Kruzifix und sämtlichen "Arma Christi", d. h. den Marterwerkzeugen und anderen mit der Passion Christi in Verbindung stehenden Attributen: Geißelsäule mit Fesseln, Ruten, die Leiter, der Rock, um den die Kriegsknechte würfelten, und die dazugehörigen Würfel, drei Nägel und ein Hammer, ein spottender Jude, der Stab mit dem Essigschwamm und die Lanze, mit der man Jesus in die Seite stach, schließlich auch das Schwert, mit dem Petrus einem Kriegsknecht das Ohr abschlug. Auf der Unterseite des Schwerts ist das Datum des Hochzeitstages "Catharina v Boren D. Martinus Lutherus 13. Jun. 1525" eingraviert.
"Catharina v Boren D. Martinus Lutherus 13. Jun. 1525"

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GOS-Nr. me000340

Ständige Ausstellung im Alten Rathaus
1. Etage: Leipzig original

Katalogtext

Trauring der Katharina von Bora (1499-1552)

1525

Gold mit einem Rubin

D 1,9 cm

Inschrift: Catharina v Boren D. Martinus Lutherus 13. Jun. 1525

Inv.-Nr.: Me 288

Abbildung ((Ring R))

Der Ring gehört zu den bekanntesten "Devotionalien", die sich von Luther und seiner Familie erhalten haben. Es existieren zahlreiche Nachbildungen, vielfach im Privatbesitz der Nachkommen Luthers, die diese Familientradition pflegen. Auch heute noch werden Nachbildungen hergestellt (drei Nachbildungen des 19. Jahrhunderts auch im Besitz des Stadtgeschichtlichen Museums).

Der eigentliche Ehering ist nur der schlichte schmale Innenreif mit der Inschrift "Catharina v Boren D. Martinus Lutherus". Er war ein Geschenk des dänischen Königs Christian II. für die damals noch mittellose Katharina von Bora zur Hochzeit 1525. Im späten 16. Jahrhundert - leider ist nicht überliefert, wann genau und durch wen -, wurde um diesen Goldreif der filigran und aufwändig gearbeitete Schmuckring mit einem Rubin gelegt. Er besteht aus einem Kruzifix und sämtlichen "Arma Christi", d. h. den Marterwerkzeugen und anderen mit der Passion Christi in Verbindung stehenden Attributen: Geißelsäule mit Fesseln, Ruten, die Leiter, der Rock, um den die Kriegsknechte würfelten, und die dazugehörigen Würfel, drei Nägel und ein Hammer, ein spottender Jude, der Stab mit dem Essigschwamm und die Lanze, mit der man Jesus in die Seite stach, schließlich auch das Schwert, mit dem Petrus einem Kriegsknecht das Ohr abschlug. Auf der Unterseite des Schwerts ist das Datum des Hochzeitstages "13. Jun. 1525" eingraviert.

Bis dahin in Privatbesitz, wurde der Ring 1743 von seinem Berliner Eigentümer in Leipzig zum Verkauf angeboten, jedoch ohne Erfolg. Im frühen 19. Jahrhundert besaß ihn die Leipziger Fabrikantenfamilie Devrient. Johanna Christiane Devrient schenkte ihn der Stadtbibliothek. Von dort kam er 1878 ins Leipziger Kunstgewerbemuseum. Zu dieser Zeit wurde eine Theorie publiziert, der zufolge der Goldschmied des Rings Albrecht Dürer gewesen sei. Auftraggeber sei der bekannte Nürnberger Humanist und Mäzen Willibald Pirckheimer gewesen, der ihn dem Ehepaar Luther geschenkt habe. Diese These wurde jedoch sehr schnell widerlegt. 1912 gelangte der Ring ins Stadtgeschichtliche Museum.

Ulrike Dura, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Lit.: Kroker 1907, S. 197-218; Merkur

die Musen 1989, S. 543; Treu 1999.

English

Original wedding ring of Katharina von Bora, wife of Martin Luther. The ring consists of a small inner circlet containing the inscription "Catharina v Boren D. Martinus Lutherus", around which a delicately worked jewellery ring with a ruby is twined.

Ausstellungsthema



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Darstellung

Arma Christi / Essigschwamm / Geißelsäule mit Fesseln / Hammer / Kruzifix / Lanze / Leiter / Marterwerkzeuge Christi / Nägel (3) / Rock Christi / Ruten / Schwert / Stab / Würfel

Erwähnung / Bezug

Bora, Katharina von (Erwähnte Person)
Jude, spottend (Abgebildete Person)
Luther, Martin (Erwähnte Person)
1525.06.13 (Erwähnte Zeit)

Leihanfragen

Wir weisen Sie freundlich darauf hin, dass für die Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Ausleihverfahrens Leihanfragen an das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig mindestens 3 Monate vor Beginn Ihrer Ausstellung schriftlich an den Direktor gerichtet werden müssen.
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