Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Autographenbestand

Objektdatenbank

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Inhaltliche Erschließung und Digitalisierung des Autographenbestandes


Kurze Projektbeschreibung

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Dauer von drei Jahren geförderten Projektes konnten von Mai 2009 bis August 2012 aus dem Autographenbestand des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig mehr als 2.200 Handschriften zum Thema "Befreiungskriege" sowie mehr als 5.000 Schriftstücke aus dem Bereich "Musik", ca. 1.500 Autographe des Bereiches "Bildende Kunst", ca. 3.400 Stammbucheinträge und mehr als 1.400 Dokumente aus dem Gebiet des "Theaters" inhaltlich und elektronisch mit Hilfe der vom Zuse-Institut Berlin (ZIB) entwickelten Museums-Datenbank GOS erschlossen werden.

Diese Autographe können online sowohl auf der Homepage des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig als auch im zentralen Verbundnetz für Nachlässe und Autographen, Kalliope, recherchiert werden.

Neben der umfangreichen Recherche in der Online-Datenbank hat der Nutzer ebenso die Möglichkeit, alle Dokumente mittels des DFG-Viewers am Bildschirm zu betrachten, darin zu blättern und sich Details zu vergrößern.

Autographenbestand “Befreiungskriege”

Aufgrund des bevorstehenden 200. Jubiläums der Völkerschlacht im Jahr 2013 wurde im Mai 2009 mit der Bearbeitung des mehr als 2.000 Autographe umfassenden Bestandes “Befreiungskriege” begonnen. Dieser Bestand ist nun in der Online-Datenbank recherchierbar. Herausragende historische Quellen dieses europaweit einzigartigen Bestandes konnten nun erstmals der weltweiten Nutzung zugänglich gemacht werden. Besonders erwähnenswert ist hierbei vor allem der Nachlass des Generalauditeurs Karl Friedrich Friccius.

Autographenbestand "Musik"

Von Februar 2010 bis April 2011 wurden mehr als 5.000 Handschriften aus dem Bereich "Musik" inventarisiert. Dieser Teilbestand lebt vor allem durch seine interessanten Privatsammlungen und Nachlässe und kennzeichnet Leipzig als internationale Musik- und Theaterstadt. Herausragend sind hier vor allem die Hinterlassenschaften von Felix Mendelssohn Bartholdy und Marie Lipsius (La Mara), die beide vollständig digitalisiert vorliegen. Ein Teil der Musik-Schriftstücke kann schon online recherchiert werden, die restlichen Schriftstücke werden schnellstmöglich sukzessive gescannt.

Autographenbestand "Theater"

Ab Herbst 2011 erfolgte die wissenschaftliche Erschließung von mehr als 1.400 Handschriften des Gebietes "Theater". Von großem Interesse sind hierbei die Sammlungen bzw. Nachlässe des Schriftstellers Roderich Benedix, des Juristen und Mäzens Heinrich Blümner, des Theaterdirektors und -gründers Karl Theodor von Küstner, des Schauspielers und Direktors Friedrich Haase sowie des Theaterkritikers Franz Emil Willmann.

Autographenbestand "Bildende Kunst"

Ende 2011 wurde mit der Bearbeitung des Briefwechsels des anerkannten Leipziger Bildhauers und Graphikers Max Klinger mit seiner langjährigen, jedoch inoffiziellen Lebensgefährtin Elsa Asenijeff begonnen, der tiefe Einblicke nicht nur in beider Beziehung sondern auch in das Wirken und Arbeiten des Künstlers bietet. Nach Abschluss des DFG-Projektes sind nun mehr als 1.500 Handschriften zu diesem sehr interessanten Bestand recherchierbar.

Autographenbestand "Stammbücher"

Ab Frühjahr 2012 erfolgte die inhaltliche Erschließung von etwa 59 ausgewählten Stammbüchern mit ca. 3.400 Einzeleinträgen. Stammbücher waren vor allem im 18. und 19. Jahrhundert bei Studenten sehr beliebt und sind für die Geschichte der Universitäten und ihrer Angehörigen oft eine unschätzbare Quelle, liefern aber ebenso wichtige Antworten zur allgemeinen Kultur-, Kommunikations- oder auch Mentalitätsgeschichte. Im Bestand des Museums sind überdies auch zahlreiche Musiker-Stammbücher oder Alben zum Thema Medizin vertreten und äußerst interessant.

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