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Manuskripte

Artikel, 3 Bl.

Auch ein Wort über die Zerstörung des Kreuzes bey Probsthaida, voneinem gebornen Leipziger, der weder ander Errichtung, noch an dem Umsturze Theil hatte."

Teutmund, Ernst (Verfasser/in)
Unbekannt (Verfasser/in)
Leipzig
1818.10.?? [ermittelt; Original: im Siegesmond 1818]
Papier
38,6 x 47,8 cm
Invnr.: A/1624/2009

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Inhalt / Beschreibung

Verf. äußert sich positiv zu Sachsen und der Errichtung des Kreuzes: "Wer aber sagen kann, dasß jenes Kreutz auf sächsischem Boden eben so unpassend gewesen sey, ... der verunglimpft dadurch uns Sachsen im höchsten Grade, in dem er offenbar Frankreichs Sache zur unsrigen macht, indem er annimmt, daß die Verbündeten bey Leipzig, nicht die Franzosen, sondern uns zu bekümpfen gehabt u. überwunden hätte; da doch gerade damahls in Sachsen der Franzosenhaß sich am heftigsten aufbaute, da TAusende von sächsischen Jünglingen unter Preußens, Oestreichs und Rußlands Fahne fochten, da selbst der ganze Rest des sächsischen Heeres am entscheidendsten Tage der Leipziger Schlacht in den Reihen der Vebündeten stand und kräftig zum glücklichen Erfolge mitwirkte, u. also das Kreutz weit entfernt, ein Denkmahl unserer Besiegung und Beschimpfung zu seyn, vielmehr Sachsens Theilnahme an Deutschlands Befreyung und Deutschlands Ruhm verkündigte."; Sehr patriotischer Artikel; Verf. setzt sich für die Wiedererrichtung des Kreuzes ein und lässt offen, inwieweit noch geklärt werden müsse, ob der Landesherr Friedrich August I. die Folgen der Leipziger Völkerschlacht für Sachsen selbst verschuldet hat
Anmerkung: Das 30 Ellen hohe Hohlkreuz "Kreuz von Probstheida" wurde bereits ein Jahr nach der Leipziger Völkerschlacht, am 19. Oktober 1814, auf der Landstraße zwischen Probstheida und Liebertwolkwitz als erstes Denkmal zur Erinnerung errichtet und gilt damit als Vorläufer des Völkerschlachtdenkmals. Die maßgeblich treibenden Kräfte hierzu waren der Apotheker Heinrich Adolf Täschner, der Buchhändler Friedrich August Leo, der Leinwandhändler F. W. Friederici, Drogist Richter, Buchhändler August Gottlob Liebeskind, der Privatgelehrte Claudius sowie der Zimmermeister Lüders. Im Dezember 1816 wurde das Kreuz abgesägt und gestohlen. Das Ereignis wirbelte viel Staub auf und wurde in vielen Zeitungen besprochen und kommentiert.
7 Seiten in verschiedenen Handschriften
Entgegnung zu einem Artikel von Carl Läuhe, der unter A/1623/2009 aufgenommen ist. Offensichtlich veröffentlich im Allgemeinen Anzeiger der Deutschen <Gotha>, No. 282.

Erwähnung / Bezug / Schlagwort

Schlagwort: Befreiungskriege <1813-1815>
Gegenstand: Kreuz von Probstheida
Ort: Leipzig


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