Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Autographenbestand

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Inhaltliche Erschließung und Digitalisierung des Autographenbestandes


Autographenbestand “Bildende Kunst”

Im Bereich "Bildende Kunst" sind die Briefe von und an Max Klinger erfasst worden. Hierbei kam es zu einer Zusammenarbeit mit der LETTER Stiftung in Köln. Die Stiftung hat sich der Förderung von Kunst und Kultur, einschließlich der damit verbundenen Aspekte von Wissenschaft und Forschung, verschrieben und bemüht sich vor allem um den Erhalt und die Pflege des Werkes bildender Künstler. Selbige betreut und fördert in diesem Zusammenhang auch die Arbeit eines gegenwärtigen Forschungsprojekts am Museum der bildenden Künste, dessen Ziel eine wissenschaftliche Gesamtausgabe der Briefe von Klinger ist. Eine wichtige Arbeit hierbei ist die Zusammentragung möglichst vieler Briefe von und an Max Klinger. Der schriftliche Nachlass gelangte als Geschenk der Enkelin 1984 in das Deutsche Kunstarchiv des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Dieses verwahrt heute noch den sogenannten Teilnachlass 2, in dem sich vor allem persönliche Fotos und Dokumente, Veröffentlichungen über Klinger, Zeitungsberichte, Ausstellungsunterlagen und zum geringen Teil auch Korrespondenz befinden. Der Teilnachlass 1 wird mittlerweile vom Stadtarchiv der Stadt Naumburg, in deren Ortsteil Großjena Klinger gestorben ist, verwaltet und umfasst den Briefwechsel Klingers in den Jahren 1874-1919, u. a. mit Johannes Brahms, Georg Brandes, Lovis Corinth, Richard Dehmel, Georg Hirtzel, Robert Diez, Alexander Hummel, Max Lehrs, Leo Liepmannsohn, Detlef von Liliencron, Hermann Prell, Max Reger oder auch Wilhelm Wundt. In diesem Briefwechsel befinden sich etwa 650 Handschriften von und 900 Briefe an Max Klinger. Dieser Korrespondenz ist zum Teil auch bereits in biographischen Klinger-Werken abgedruckt.

Kaum bekannt ist allerdings, dass das Stadtgeschichtliche Museum in Leipzig den etwa 1.300 Handschriften umfassenden Briefwechsel von Max Klinger mit seiner langjährigen Lebensgefährtin, der österreichischen Schriftstellerin Elsa Asenijeff, besitzt und damit über den womöglich einheitlichsten, umfangreichsten und intensivsten Bestand an Klinger-Briefen verfügt, deren Erschließung von herausragender Bedeutung ist. Die sehr intime und von starken Emotionen geprägte private Korrespondenz dokumentiert darüber hinaus schonungslos Klingers Meinung gegenüber seinem Schaffen und seine ambivalente Sicht auf seine Auftraggeber. Hinzu kommen 171 Schriftstücke, die Klinger an andere Korrespondenzpartner verfasst hat. Zahlreiche Ausstellungen in ganz Deutschland zeugen vom ungebrochenen Interesse am Wirken und Leben Max Klingers, weswegen die schnelle Bearbeitung der Archivalien von enormer Bedeutung war.

Aktueller Stand der Erschließung

Die mehr als 1.500 Autographe des Bereiches "Bildende Kunst" können ab August 2012 über die vorliegende Online-Datenbank des Stadtgeschichtlichen Museums eingesehen werden. Neben der umfangreichen Recherche in der Online-Datenbank hat der Nutzer ebenso die Möglichkeit, alle Dokumente am Bildschirm zu betrachten, darin zu blättern und sich Details zu vergrößern.

Hier finden Sie eine Liste der aktuell recherchierbaren Autographe aus dem Bestand "Bildende Kunst".

 

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